Baubiologie Nürnberg - Uwe Dippold
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TÜV zertifiziert, geprüfte Qualifikation als Sachverständiger für Feuchte- und Schimmelpilzbelastungen
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PVC



PVC (Abkürzung für Polyvinylchlorid) ist einer der am meisten verwendeten Kunststoffe.
PVC ist
  • witterungsbeständig,
  • schwerentflammbar,
  • resistent gegen Chemikalien und
  • korrosionsbeständig.
  • Es ist ein schlechter Wärmeleiter,
  • weist im Vergleich zu Stahl und mineralischen Baustoffen ein geringes Gewicht auf und
  • lässt sich leicht verarbeiten.

Verwendung
Der größte Teil des produzierten PVC wird im Bausektor verwendet, z. B.
  • in Rohrleitungen,
  • Apparaten,
  • Kabeln, Draht-Ummantelungen,
  • Fensterprofilen,
  • im Innenausbau,
  • im Fahrzeug- und Möbelbau,
  • in Bodenbelägen,
  • zur Herstellung von Kühlschrank-Dichtungen,
  • Folien,
  • Schallplatten,
  • Kunstleder,
  • Koffern,
  • Vorhängen,
  • Verpackungsbehältern,
  • Klebebandfolien,
  • Bekleidung, Schuhen,
  • Getränkeflaschen,
  • Pasten für Deckanstriche,
  • zur Tapetenbeschichtung,
  • als Pulver zum Kunststoffspritzen,
  • zum Unterbodenschutz,
  • als Fasern für Gewebe und Filter.
  • In den meisten Einsatzbereichen gibt es inzwischen Ersatzstoffe für PVC, die auch in zunehmendem Maße Verwendung finden.






Um gewünschte Eigenschaften zu erhalten, werden dem Roh-PVC noch verschiedene Hilfsmittel zugegeben wie
  • Stabilisatoren,
  • Farben,
  • Weichmacher (Phtalate),
  • Schlagzähigkeitsverbesserer,
  • Füllstoffe,
  • Antistatika,
  • Flammschutzmittel,
  • Gleitmittel und
  • Treibmittel.




Je nach Weichmacheranteil unterscheidet man in Hart-PVC (0-12 Prozent Weichmacher) und Weich-PVC (bis zu 60 Prozent Weichmacher).
In Stabilisatoren, die dem PVC beigeben werden, waren früher bedeutende Mengen der Schwermetalle Barium, Cadmium und Blei enthalten.

Während der gesamten Produktlebenslinie wirft PVC schwerwiegende ökologische Probleme auf.
Es beginnt bei der Herstellung mit dem krebserzeugenden Ausgangstoff Vinylchlorid, sowie Organochlorverbindungen und Schwermetallen, geht weiter mit Emissionen beim Gebrauch von PVC-Produkten und endet mit dem bisher immer noch ungelösten Entsorgungsproblem.

Gesundheitsgefährdung
In Laboruntersuchungen wurden mehr als 150 flüchtige organische Substanzen (VOC) gefunden, die aus PVC-Bodenbelägen ausgasen.
Erhöhte Konzentrationen dieser Stoffe in der Raumluft können Befindlichkeitsstörungen bis hin zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen hervorrufen.


Typische Symptome dieses sogenannten Sick- Building-Syndroms sind Symptome wie
  • trockene Schleimhäute der Augen, der Nase und des Rachens.
  • Außerdem sind Nasenlaufen,
  • Augentränen,
  • Juckreiz,
  • Müdigkeit,
  • Kopfschmerzen,
  • eingeschränkte geistige Leistungsfähigkeit,
  • erhöhte Infektionsanfälligkeit
  • sowie unangenehme Gerüche und Geschmackswahrnehmungen.
Der für die PVC-Herstellung verwendete Ausgangsstoff Vinylchlorid, der ebenfalls von fertigem PVC in geringen Mengen abgegeben wird, ist krebserzeugend.
Im Brandfall entstehen aus PVC-Produkten insbesondere Kohlenmonoxid sowie Chlorwasserstoff, Dioxin und Furane.

Untersuchungsmöglichkeiten:
Materialproben
Passivsammler
Raumluftmessung


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